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Jacques Offenbach (1819-1880) - eine schillernde Pesönlichkeit. Im damals preußischen Köln geboren, als Kind eines jüdischen Kantors aufgewachsen, mit 15 Jahren nach Paris ausgewandert, dort Karriere als Cello-Virtuose und später als Bühnenkomponist, Salonlöwe und Theaterunternehmer im Zweiten Kaiserreich , "Erfinder" der Operette - dessen sagenhafte, zuweilen schier unglaubliche Bühnenerfolge nach den gesellschaftlich-politischen Umbrüchen 1870-1871 in Frankreich und Deutschland in ein neues, oft - zu Unrecht - wenig schmeichelhaftes Licht gestellt werden.
Egal, wie man zu seiner Musik nun steht - als Komponist schuf Jacques Offenbach ein gewaltiges Werk, das weit über die wenigen heute noch gespielten "Operetten" hinausgeht. Jacques Offenbach ist damit einer der größten
Bühnenkomponisten des 19. Jahrhunderts.
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Für die Musik- und Theaterwissenschaft scheint sich Jacques Offenbach lange Jahre am
Rand des einer
ernsten Betrachtung "würdigen" Repertoires befunden zu haben. Erst in
den letzten Jahren rückt sein Werk allmählich in den Fokus einiger
Arbeiten. Meine 2007 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main beendete Dissertation galt Offenbachs Werken für das Théâtre du Palais-Royal.
Im Folgenden finden Sie einen - ersten - Überblick anhand eines
vorläufigen Werkverzeichnisses, das auf der Grundlage der Arbeiten von
Ralph Fischer entstanden ist. Aufgrund der Zerstreuung der Quellen nach
Offenbachs Tod sowie aufgrund bis heute fehlender wissenschaftlicher
Arbeiten müssen viele der Werke allerdings noch als unerschlossen gelten.
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Werbeplakat für Jacques Offenbachs 1855 gegründetes "Théâtre des Bouffes-Parisiens"
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